Hinfahrt in Minuten: 60, Sonne-Strand-und-Meer-Faktor von 1 bis 10: 8, Strandameisen in meinen Schuhen: 25

Was macht man sonntags bei strahlendem Sonnenschein als angepasster Singapuri? Richtig, man fährt nach Sentosa! Diese künstlich angelegte Insel liegt in Steinwurfnähe von Singapurs Hafen und ist mit Hochschienenbahn, Bus oder Seilbahn zu erreichen. Abfahrtsort ist im obersten Stock einer riesigen Mall, wie verführerisch. Eigentlich wollte ich auch schon samstags nach Sentosa, bin aber beim shoppen in der Mall hängengeblieben 🙂

Nachdem ich das Risiko zwischen abstürzenden Seilbahn-Gondeln und von den Schienen fallenden Waggons abgewaegt hatte, entschied ich mich für den Zug, ging auch schneller. Die erste Station versprach im Prospekt einen Natur-Pfad, einen Schmetterlingsgarten, eine Go-Kartbahn und vieles mehr.

Kaum ausgestiegen fühlt man sich wie in einem Disney-Film, der im Holiday Park spielt: Überall kleine Gärten, kleine Seen, kleine Wasserspiele und kleine Lautsprecher, die ununterbrochen eine Heididei-Melodie spielen und wo man hinsieht… kleine spielende Kinder. Juhu. Hab kurz überlegt, mir eins mitzunehmen, wäre bei der Menge auch nicht wirklich aufgefallen und könnte mir in ein paar Jahren viel Arbeit ersparen, aber leider hat mir keins wirklich ähnlich gesehen 🙂

Die zweite Station ist dann am Strand, also eigentlich gibt es mehrere kleine Straende und hier kommt man sich vor wie im Mallorca-Urlaub: Liegen, Bars, laute Musik, Beach-Volleyballer und Eis-Buden. Allerdings war es herrlich mal die Füße ins Meer zu halten, den Wellen zuzuhören und den Tankschiffen in 200 Metern Entfernung zuzusehen…

Alles in allem keine Postkartenidylle, reicht aber um mal einen Nachmittag Sonne-Strand-und-Meer zu genießen. Als Highlight hab ich mir dann über eine schwankende Hängebruecke meinen Weg zu einem winzig kleinen Inselchen erkämpft um zu erfahren, dass ich damit am südlichsten Punkt des asiatischen Kontinents gestanden habe. Und wer kann das schon von sich behaupten! Ob das geographisch nun völlig einwandfrei ist, ist egal, denn ich hab ein Foto mit einem Schild, wo es draufsteht 🙂