Flugzeit in Stunden: 2,5; Paradiesfaktor von 1-10: 10; durchschnittliche Schlafdauer in Stunden: 5

Jaja, in den letzten Wochen war hier eher nix los mit neuen Artikeln, aber es gab auch nicht wirklich was zu berichten, ihr habt also nichts verpasst. Dafür gibts jetzt umso mehr zu erzählen, denn diese Woche war endlich unser Kundenevent auf Bali, das unser Team in den letzten Wochen vorbereitet hat, d.h. die letzten 5 Tage waren sehr stressig, aber auch traumhaft schön.

Montag mittag erreichten wir das Luxushotel Laguna Resort&Spa in Nusa Dua und die ersten Stunden war ich erstmal mit staunen und Bilder machen beschäftigt. Das Konzept des Hotels ist offensichtlich einerseits Offenheit, d.h. die Lobby sowie die Restaurants haben nur das absolute Mindestmaß an festen Wänden, ansonsten ist alles pavillionartig gestaltet, so dass man keine Klimaanlage braucht und einem immer der Meereswind um die Nase weht. Andererseits gibt es überall auf dem Gelände Wasser, angefangen bei der immensen Poolanlage, inklusive künstlicher Lagune mit Sandstrand, über zahllose Brunnen und Wasserspiele bis hin zu ganzen Wegstücken, die man nur über kleine Brücken überqueren kann.

Alle Zimmer haben Plasma TV und Badewanne, wenn man eins im ersten Stock bekommt, hat man von seinem Balkon aus direkten Zugang zu einem Teil der Poolanlage, nur Türchen aufmachen und reinplumpsen lassen 🙂 Jeder Gast hat einen 24/7 Butler, der zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung steht, man muss nur das rote Knöpfchen am Telefon drücken. Das hab ich auch direkt mal gemacht und meine Blusen zum Bügeln abholen lassen, denn schließlich war ich ja zum arbeiten da.

Diese Realität holte mich dann leider schon Montag nachmittags wieder ein, ca. 30 Vertreter von 13 asiatischen Airlines hatten sich angemeldet um sich an zwei Tagen unsere Produkte näherbringen zu lassen. Da musste dann der Meetingraum vorbereitet und dekoriert, Hunderte Ausdrucke wie Agenda, Infos zu den Sprechern und Teilnehmerlisten verteilt und letzte Hand an die zu haltenden Präsentationen gelegt werden. Natürlich gabs auch hier last minute-Änderungen in alle möglichen Richtungen, die uns zusätzlich auf Trab gehalten haben.

Mein Haupt-Job lag in der Gästebegrüßung, so habe ich mich zu bestimmten Zeiten hinter dem Welcome-Tisch positioniert und jedem Neuankömmling einen Willkommens-Brief und ein blaues Shirt als Geschenk überreicht. Die letzten Gäste kamen nachts um zwei, waren genauso müde wie ich, gingen natürlich aber auch nicht leer aus.

An den beiden Konferenztagen gab es tausend Kleinigkeiten zu tun und dabei stets lächelnd auch immer ein Ohr für die Gäste zu haben, es hat aber alles in allem sehr viel Spaß gemacht und bei der Urlaubs-Kulisse konnte irgendwie auch gar keine stressige Stimmung aufkommen. Die Leute vom Hotel haben uns dabei super unterstützt, der balinesische Zoll eher nicht so, einige PC-Monitore bekamen wir nur mit „gutem Zureden“ frei und eine Teilnehmerin musste um ein Haar wieder die Heimreise antreten, da ihr Pass keine 6 Monate mehr gültig war.

Das hervorragende Essen hat dazu geführt, dass ich am letzten Tag nur noch knapp in meine Hose gepasst habe und auf der als Abschluss gedachten Tempelbesichtigung versucht habe, beim rumlaufen ordentlich Kalorien zu verbrennen, vor allem hab ich mir aber erstmal das Gesicht verbrannt 🙂

Die Tempeltour war dann auch tatsächlich das Highlight, weniger wegen dem Tempel, dafür umso mehr wegen der grandiosen Aussicht. Zum Tempel selbst: Der Pura Luhur Uluwatu ist ein hinduistischer Tempel im äußersten Südwesten der Insel. Erbaut wurde der Tempel im 11. Jh. zu Ehren der Meeresgöttin Dewi Danau. Der Name bedeutet übersetzt etwa „Tempel des himmlischen Felsenkopfes“. Der Name ist leicht zu verstehen, denn der Tempelkomplex wurde auf einer Klippe 76m über dem Meer errichtet.

Und besagte Klippe führt dazu, dass man wirklich einen atemberaubenden Blick aufs Meer hat, oben strahlend blauer Himmel, unten blaues glitzerndes Meer und dazwischen raue Steilküste, wahnsinnig schön. Lustige Abwechslung vom Foto machen und Aussicht genießen bilden die Horden wilder Affen, die sozusagen die Tempelwächter sind und sich einen Spaß draus machen, den Besuchern Brillen, Haarbänder oder Ohrringe zu mopsen, in den Mund zu stecken und wenn überhaupt total demoliert wieder rauszurücken. So passiert auch bei einem unserer chinesischen Gäste, der dann ohne Brille die Heimreise antreten musste, aber er hat es gut verkraftet soweit ich das beurteilen kann. 🙂

Viel Arbeit und ein bißchen Urlaub, auf jeden Fall das Highlight meines Praktikums, euch nun viel Spaß beim Bilder angucken und neidisch werden 🙂